Reitjagd 2013


  

Schleppjagd des RuF Buer

 

Bunte Beagles auf der Eukalyptusspur

 

Buer. Der Reigen der Schleppjagden über die abgeernteten Felder begann am Sonntag. Der ländliche Reit- und Fahrverein Buer hatte eingeladen, und 60 Reiter und Amazonen bevölkerten daraufhin den Hof Backhaus in Buer vor dem Walde zu fröhlichen Stelldichein.

 

Neugierig schauten die Pferde schon während der Einfahrt auf das Gelände aus den Hängern, als wüssten sie, dass es gleich einen schönen frühherbstlichen Ausritt gäbe. Bei den ersten jagdlichen Hornsignalen merkten dann auch die Hunde auf.

 

Abwechselnd riefen die "Meesdorfer Fuchsbläser" mit Jagdsignalen und die niederländisch-deutsche Bläsergruppe "Les Trompes des Quatre-Vents" mit den für die Reitjagden typischen besonderen Parforcehörnern Reiter und Pferde zum Sammelplatz. Zum Schluss führte Kennelhuntslady Maria Gillissen die Hundemeute der bunten Beagles aus dem Münsterland ins Rund. Unterstützt von ihrer Equipage, den erfahrenen Hundeführern, hielt sie die quirligen Jagdhunde zurück, bis Axel Hartwig, Vorsitzender des Reitvereins, das Reiterfeld und die Zuschauer begrüßt hatte.

 

Kurze Zeit später fiel den Zuschauern wohl nicht auf, dass auf einmal ein Fläschchen Eukalyptusöl ganz wichtig wurde. Einer der Meuteführer, Sven Köster, und Holger Kirchmann als Schleppenleger klärten dieses mysteriöse Detail auf. "Die Hunde der Beaglemeute Münterland werden auf Eukalyptusöl abgerichtet", erklärte Sven Köster.

 

Die Schleppenleger hantieren also nicht mehr mit den kleinen Kanistern, aus denen die Spur für die Hunde getröpfelt wird. Ihre Pferde bekommen stattdessen jeweils unter einen Vorderhuf zweibis drei Tropfen Euklyptusöl geträufelt, auf dessen Geruch die Hunde das Jagdfeld anführen.

 

"Der Vorteil ist, dass die Hunde wildsauber bleiben und nicht plötzlich auf eine frische Rehfährte abweichen", so Sven Köster.

 

Und dann ging's endlich los. Unter der Führung von Monika Fiegert und Maike Radke begann die Schleppjagd über die abgeernteten Felder rund um Buer.

 

Das Zwischenhalali, die Pause für Pferde, Hunde und Reiter, fand auf dem Hof Niermann in Barkhausen statt, bis die Reiter schließlich nach mehreren Stunden und einer etwa 16 Kilometer langen Strecke wieder auf dem Hof Backhaus eintrafen.

 

Festliche Hörnerklänge und das wohlverdiente Curée, die obligatorische Pansenbelohnung für die Hunde, beschlossen dann diesen Jagdsonntag bei herrlichstem Sommerwetter.

 

 

Quelle: Meller Kreisblatt vom 27.08.2013 (http://www.noz.de/lokales/74295919/bunte-beagles-auf-der-eukalyptusspur)